FOTOTREFF TALK

FOTOTREFF TALK

Jan Wenzel im Gespräch mit Ute Mahler

Jan Wenzel im Gespräch mit Ute Mahler

Beim FOTOTREFF #32 am 11. Januar 2020 um 19 Uhr sprachen Ute Mahler, Fotografin, und Verleger und Kurator Jan Wenzel von Spector Books über ihre Erfahrungen aus der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit kreativen PartnerInnen.

Bernd und Hilla Becher, Onorato Krebs, Anna und Bernhard Blume – die Fotografie kennt viele Beispiele schöpferischer Teams. Doch was passiert praktisch und hinter den Kulissen kreativer Partnerschaften? Welche Motivation bringt Kreative zusammen? Wie teilt man Arbeit, Urheberrechte, Aufmerksamkeit und Misserfolg? Welche Hindernisse und Bereicherungen bedeutet Zusammenarbeit für Themenwahl, Umsetzung und das Miteinander künstlerischer Egos. Im Gespräch teilen unsere Gäste ihre Erfahrungen, Lehren und Erlebnisse mit dem kreativen Teamwork.

Sonia Voss im Gespräch mit Tina Bara

Das Archiv einer Künstlerin - Sonia Voss, freischaffende Kuratorin und Künstlerin Tina Bara haben sich beim FOTOTREFF # 31 im November 2019 über Baras Schaffen in der DDR unterhalten. Wie ist ihr Oeuvre entstanden und welche Bedeutung hat es in der heutigen Zeit? Der Fotofilm „Lange Weile“ aus dem Jahr 2015 ist der Ausgangspunkt des Gesprächs zwischen Künstler und Kurator.

Diandra Donecker im Gespräch mit Robert Morat

Der Fotografiemarkt – beim Fototreff #30 im September 2019 haben sich Diandra Donecker, Leiterin der Fotografie Abteilung und Geschäftsführerin des Auktionshauses Grisebach, und der Galerist Robert Morat, über zwei wichtige Seiten des Marktes für Fotografie ausgetauscht. Galerien und Auktionshäuser sind als wichtige Akteure in einer Konkurrenzsituation. Das Interesse die Fotografie zu verkaufen und zu fördern findet bei beiden Beteiligten des Marktes einen unterschiedlichen Ausdruck – wie lässt sich dieser beschreiben?

Diandra Donecker (*1988) studierte Kunstgeschichte auf Magister an der Ludwig- Maximilians- Universität in München und schloss unter Betreuung von Herrn Professor Ulrich Pfisterer mit einer Arbeit über niederländische Druckgraphik in der Renaissance 2014 ab. Der Schwerpunkt ihrer kunsthistorischen Interessen liegt auf Papierarbeiten, seien es Zeichnungen, Druckgraphiken oder Fotografien. Volontariate führten sie sowohl in die Abteilungen für Prints & Drawings des British Museums, London als auch an das Metropolitan Museum, New York. Anschließend war sie als Junior Specialist bei Christie’s München beschäftigt, bevor sie bei Grisebach zunächst in der Abteilung 19. Jahrhundert und dann als Leitung der Fotografie Abteilung einstieg. Seit Anfang 2019 ist Diandra Donecker Geschäftsführerin und Partnerin bei Grisebach.

Robert Morat (* 1971) studierte in Hamburg Kunstgeschichte und Germanistik. Er hatte schon früh sehr intensiven Kontakt mit der Kunst und Künstlern. Seine Eltern trugen eine große private Sammlung zusammen (Dürer, Rembrandt, Goya, Morandi, Schuch, Kirkeby, Kocherscheidt etc.), institutionalisierten diese früh in einer Stiftung und machten sie damit öffentlich zugänglich. 2004 eröffnete er in Hamburg die ROBERT MORAT | GALERIE für Fotografie. 2015 folgte der Umzug mit der Galerie nach Berlin. Seit 2007 nimmt die Galerie regelmäßig an Messen in Paris, Los Angeles, New York, Amsterdam, London und Miami teil. Robert Morat ist Mitglied der deutschen Gesellschaft für Photographie und ist regelmäßig Gastredner an Hochschulen und Kunstakademien zum Thema „Fotografie am Kunstmarkt“.

Das Gespräch fand in deutscher Sprache statt.

Foto: © Uwe von Loh

Róna Kopeczky in conversation with Peter Puklus and Tobias Zielony

Identity as/vs intimacy. On the 31.05.2019, Róna Kopeczky was in conversation with Peter Puklus (1980) and Tobias Zielony (1973) in the Mai Mano Haz in Budapest. While the Hungarian artist Peter Puklus deals with personal, intimate subjects – friendship, family, motherhood and fatherhood – and transcends them by conferring a symbolic and universal validity to them, German photographer Tobias Zielony operates in the opposite direction. He confronts the identity of youth and subcultures around the globe in an attempt to reveal their structure, their rites, their staged positions, occasionally grasping personal narratives. The talk focused on the way these respective approaches differ but also on the points where they intersect.

TOBIAS ZIELONY
Born in 1973 in Wuppertal, Germany, Tobias Zielony studied Documentary Photography at the University of Wales, Newport, before he continued with artistic photography at the Academy of Fine Arts Leipzig under Timm Rautert in 2001. Tobias Zielony is known for his photographic depiction of juvenile minorities in suburban areas –a subject he already set out with during his studies in Newport. Themes and social realities his research touches upon include structural change, migration and drug abuse, as well as sexwork as shown in “Big Sexyland” (2006-2008) and “Jenny, Jenny” (2013). For “Manitoba” (2009-2011) Tobias Zielony spent time with adolescents of indigenous origins living in Winnipeg and the province of Manitoba, Canada. In 2015 the artist participated at a group show for the German Pavilion at the 56th Venice Biennale with his work “The Citizen” (2015). He had group shows at Bozar Center for Fine Arts, Brussels (2015) and the 2nd Montevideo Biennial (2014) and solo shows at the Philadelphia Museum of Art (2011) and Berlinische Galerie (2013). He participated in the International Studio and Curatorial Program, New York, and was awarded the Karl-Ströher-Preis in 2011.

PETER PUKLUS
Peter Puklus is an artist currently living and working in Budapest, Hungary. He studied photography at the Moholy-Nagy University of Art and Design, Budapest (MOME) and new media design at the École National Supérieur de Création Industriel (ENSCI) in Paris. Currently he is enrolled in the Doctoral School of MOME where he will support his thesis in 2020. In 2012 Puklus published two photo-books: “One and a half meter” with Kehrer Verlag, Heidelberg and “Hand book to the Stars” with Stokovec, Banská Stiavnica. In 2016 Puklus published his third photobook “The Epic Love Story of a Warrior” in cooperation with Self Publish, Be Happy, London. This title got shortlisted at the Aperture/Paris Photo Photobook Award 2016. Recent solo exhibitions of Puklus include “Life is Techno” at Trafó Gallery, Budapest, “New Works” at Conrads Gallery, Düsseldorf, “Unsafe to Dance” in C/O Berlin, Berlin, “One and a half meter” in Robert Morat Gallery, Berlin and “The Epic Love Story of a Warrior” at Capa Center, Budapest and Raster Gallery, Hungary. The most recent and still on-going project of Puklus entitled “The Hero Mother – How to build a house” received Grand Prix Images Vevey 2017–2018.

RÓNA KOPECZKY
Róna Kopeczky (1983) is a curator and art historian. She worked as a curator for international art in Ludwig Museum Budapest between 2006 and 2015, where she mostly focussed on the site-and situation specific practices of young and mid-career artists from the Central Eastern European region. In February 2015, she joined acb Gallery in Budapest as artistic director. She participated in the organization of the first OFF-Biennále Budapest from the beginning of 2015 and was member of the curatorial team for the second edition of OFF-Biennále Budapest hold in Fall 2017. She is the co-founder of Easttopics, a platform dedicated to the promotion of the Eastern European contemporary art scene. She holds a PhD in Art History from Sorbonne University.

The talk took place in English.

© Photos: Imre Kiss, 2019

Tobias Kruse im Gespräch mit Feng Li

In unserem Format BOOK SLOT hatten wir am Samstag, den 4. Mai 2019, zwei Gäste. Tobias Kruse und Feng Li haben miteinander über ihre neuen Bücher gesprochen.

„Tobias Kruse hat in den vergangenen Jahren die unsagbaren Momente des Lebens festgehalten: Die Form eines Gegenstands, die Gewissheit um bevorstehende Verletzungen, die Geburt der Kinder und das Glück auf ihrer Haut“, schrieb Laura Benz anlässlich der Buchveröffentlichung. „Viele nennen die Arbeit ein Tagebuch, aber genau das ist es natürlich nicht“, sagt Tobias Kruse. „Es sind Miniaturen, ein Kondensat.“

Feng Li arbeitet an "White Night" seit über 10 Jahren. Er beherrscht das Fotografieren intensiver und intuitiver Straßenfotos und durchstreift die Stadt Chengdu, wobei er die menschliche Fauna der Stadt in all ihren ungewöhnlichen Facetten mit Hingabe zum Subjekt zart erfasst. Feng Li hat ein Auge für den Alltag, und entdeckt ohne Anstrengung die ungewöhnlichsten Szenen des so gewöhnlichen Spektakels des Lebens.

Das Gespräch fand in Deutsch mit chinesischer Übersetzung statt.

© Foto: Mari Vass, 2019

Dr. Matthias Harder im Gespräch mit Jessica Backhaus

Über Farbe, Intuition und Sehnsucht – am Samstag, den 4. Mai, war Dr. Matthias Harder im Gespräch mit Jessica Backhaus zu Gast beim FOTOTREFF #29.

Immer wieder macht sich Jessica Backhaus auf die Suche nach neuen Ausdrucksmitteln, woraus ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Darstellung von Realität und rätselhafter Abstraktion entsteht. Die Künstlerin fokussiert sich auf Gegenstände und Situationen des Alltags und betrachtet die Welt durch ihre Kamera aus ungewöhnlichen Perspektiven. Aus ihrem freien Spiel mit Materialien entstehen inszenierte Stillleben, Collagen und minimalistische Farb- und Lichtexperimente. Im Mittelpunkt standen bei uns die aktuellen Entwicklungen ihres Werks, die an Hand ihrer letzten beiden Arbeitskomplexe „Six Degrees of Freedom“, 2015 und „A Trilogy“, 2017 eine Einordnung und einen Diskurs finden. Das Gespräch fand in deutscher Sprache statt.

© Foto: Uwe von Loh für Fototreff Berlin, 2019

Flurina Rothenberger im Gespräch mit Anna-Alix Koffi

Am 30.März 2019 haben wir beim FOTOTREFF #28 zwei Magazine und ihre Herausgeberinnen vorgestellt. Zu Gast waren Flurina Rothenberger, Gründerin von KLAYM, einem wachsenden Netzwerk von Jungfotografen aus der Côte d’Ivoire und aus Südafrika, und Herausgeberin von The NICE Magazine, einer Publikation, die Beiträge und Arbeiten von Jungkreativen aus wechselnden afrikanischen Städten veröffentlicht. Rothenberger war im Gespräch mit Anna-Alix Koffi, Herausgeberin des Magazins SOMETHING WE AFRICANS GOT, ein Magazin über Kunst und kritisches Denken aus Afrika. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die diskursive und kollaborative Arbeitspraxis der Projekte, und es wurden Auszüge aus der bevorstehenden NICE Ausgabe aus Katlehong/Johannesburg in Südafrika vorgestellt. Das Gespräch fand in Englischer Sprache statt.

Loredana Nemes im Gespräch mit Peter Bialobrzeski

Am Samstag, den 12. Januar 2019 ab 19 Uhr, war beim FOTOTREFF #27 der Fotograf Peter Bialobrzeski zu Gast. Im Gespräch mit Loredana Nemes, Künstlerin und Fotografin, sprach Bialobrzeski über seine Arbeitsweise und hat im Besonderen über seine Werkgruppe „Die zweite Heimat“ berichten. Fünf Jahre lang, von 2011 bis 2016, reiste Peter Bialobrzeski durch Deutschland. Er war unterwegs in großen und kleinen Städten, genauso wie in kleineren Orten und Dörfern, vor allem aber dazwischen - dort, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinanderreihen und schafft damit eine fotografische Bestandsaufnahme der sozialen Oberfläche Deutschlands.

Im Gespräch mit CUCO – curatorial concepts berlin

Am 24.11.2018 waren beim FOTOTREFF #26 Katherina Perlongo und Annika Turkowski von CUCO – curatorial concepts berlin e.V. zu Gast. Im gemeinsamen Gespräch berichteten die beiden über ihre Arbeitsweise, die Fotografie im Ausstellungskontext, die Rolle der Kuratorin, interessante Ausstellungsorte und im Besonderen, über letzte und aktuelle Projekte, wie die jüngst realisierte Ausstellung "Absurde Routinen" im KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst Berlin.

Julia Rosenbaum im Gespräch mit Andrea Grützner

FOTOTREFF #25 - Am Samstag, den 29. September 2018 waren die Künstlerin Andrea Grützner und die Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum zu Gast. Im gemeinsamen Gespräch berichtete Andrea über ihre künstlerische Arbeitsweise und im Besonderen, über aktuelle bisher unveröffentlichte Projekte, wie z.B. Arbeiten im Prozess, aus ihrer zwei monatigen Residenzzeit am Bauhaus Dessau in 2018.

Mehr Informationen: www.fototreff-berlin.de